Angefangen hat es alles an einem Sonntag an dem wir abends in Brisbane geparkt haben um ein paar Leute zu besuchen. Als wir wieder fahren wollten war unser Scheibenwischer komplett in der Mitte abgeknickt. Na toll.
Als wir dann Montag morgens an die Arbeit gefahren sind hat unsere Batterieleuchte geleuchtet. Als sie auf dem Rueckweg von der Arbeit immernoch leutete, beschlossen wir einen Mechaniker aufzusuchen. Als Jovana dann an einer roten Ampel hielt hat unser Auto einfach keinen Bock mehr gehabt. So standen wir auf einer zweispurigen Kreuzung mitten in Brisbane.
PANIK.
Berit ist dann aus dem Auto gesprungen um irgendwie Hilfe zu holen. Waehrend sie das tat, kamen aus allen Richtungen 3 Maenner angesprungen um Jovana samt dem Auto an die Strasse zu schieben. Eigendlich ziemlich lustig, obwohl Jovana nicht wusste ob sie lachen oder heulen sollte.
Berit hat dann bei einer Anwohnerin vor desser Tuer wir standen versucht einen Abschleppdienst anzurufen. Hat alles nicht geklappt, war schon ziemlich spaet.
Johanna (die nette Anwohnerin) hat uns dann ihren Nachbarn geholt, der zufaellig eine brandneue Ford Falcon Batterie in der Garage hatte. Nach einigen Startversuchen hat er diese dann auch eingebaut, leider falsch herum!
Netter Versuch und um so groesseres Feuerwerk. Wir waren nur froh, dass der Typ es ueberlebt hat, seine Frau meinte naehlich spaeter so nebenbei dass er einen Herzschrittmacher haette.
Im Endeffekt haben wir dann bei Johanna geschlafen, die uns netterweise Obdach geboten hat und uns abends noch mitgenommen hat zu ihren Freunden. War eigendlich noch ein lustiger Abend mit netten Australiern.
Morgens dann kam dann der Mechaniker der dann vermutete dass der Alternator kaputt waere, was ziemlich teuer gewesen waere.
Im Endeffekt mussten wir "nur" die Batterie auswechseln lassen, die Sicherungen die beim Feuerwerk floeten gegangen sind und das Kabel zum Alternator (keine Ahnung wie das in Deutsch heisst).
Wir waren froh dass alles so weit wieder heile war, denn wir konnten direkt am naechsten morgen auf einer Applefarm anfangen, die in Stanthorpe 3,5 Stunden Fahrt weit weg war.
Als wir zurueck auf unserem Campingplatz waren, bemerkte Berit wie sich jede Menge rote Fluessigkeit aus dem Motorraum auf den Parkplatz ergoss.
Auf zum naechsten Mechaniker!
Der uns dann mitteilte dass unsere Servolenkung kaputt sei.
Hat uns dann nochmal ein bischen Geld und Zeit gekostet.
So mussten wir unseren Trip nach Stanthorpe um einen Tag verschieben.
Nun arbeiten wir dort und "thinnen" Aepfel. Also pfluecken unreife Aepfel, damit die anderen besser wachsen koennen. Leider regnet es die ganze Zeit!
Und an unserem ersten Arbeitstag hatten wir einen Thunderstorm bei dem murmelgrosse Hagelkoerner runter gekommen sind. Unser Zelt (samt Schlafsaecken und Mattratzen) ist dabei schwimmen gegangen. Ausserdem gut, dass unsere Scheibenwischer immernoch kaputt waren.
Das hiess dass wir uns fuer abends eine andere Uebernachtungsmoeglichkeit suchen mussten, da ja alles nass war. Geendet sind wir dann in einem Pub der auch Zimmer vermietet.
Wenigstens konnten wir mal wieder in einem richtigen Bett schlafen.
Wir haben dann auf den Campingplatz 3 nette deusche Maedels kennen gelernt, die auch auf unserer Farm arbeiten, das macht es ertraeglicher.
Langer Regen, kurzer Sinn. Wir haben es ueberlebt, unsere Scheibenwischer funktionieren wieder und was uns nass macht, macht uns nur haerter!
Klammfeuchte Gruesse, die Apfelkoeniginnen.